Hinter den Kulissen: Mosaik

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Zusammen mit dem jungen Musik-Juwel aus Bayern haben wir ein Interview über ihn, Ziele und zukünftige Pläne sowie sein im Dezember veröffentlichtes Album „Charakter zum Mitnehmen“ geführt.

Stell dich doch kurz vor!

Ich bin Konstantin, 19 Jahre alt und komme aus Weiden, das ist eine kleinere Stadt aus Bayern.

Aktuell trifft man dich häufiger in Regensburg an, warum?

Seit Oktober bin ich mit meinem Studium in Regensburg beschäftigt.

Hast du denn Eindrücke vom neuen Wohnort auch in deine EP eingebaut?

Charakter zum Mitnehmen entstand vor dem Umzug, aber ein kleines bisschen Aufbruchsstimmung fand sicher auch den Weg ins Soundbild der EP. Aber von Weiden nach Regensburg ist es ja jetzt auch keine Weltreise.

Im Intro deiner aktuellen Platte findet man die Zeile „Das Glück in meiner Hand, doch ich balle meine Faust “, inwieweit kannst du das auf dein Leben beziehen?

Jeder kennt die Momente, in denen das Glück scheinbar zum Greifen nah erscheint, man dann aber doch alles vergeigt, weil man sich selbst weigert, es zu fassen. In der Zeile stecken viele vergebene Möglichkeiten und viele Gelegenheiten, in denen sich Hoffnung leider nur als Fehler gezeigt hat. Tatsächlich soll diese Zeile zusammen mit einer Zeile aus dem Outro (Würfeln) den Rahmen der EP bilden.

Welche Zeile meinst du?

Eigentlich gleich die erste: Egal, was dieser Weg bringt – ich bleibe stetig sehr dicht an meinen Wünschen, das andere überlebe ich. Gerade während ich die Platte geschrieben hatte wurde mir immer mehr bewusst, dass es wichtig ist, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht zu versuchen, in den Fußstapfen anderer herumzutorkeln.

Du hast uns erzählt, dass „Träume“ und „Wünsche“ zwei wichtige Schlagworte zu deiner aktuellen, aber auch deiner letzten EP (Oneironaut) sind. Was sind deine Wünsche und Träume?

Ja, der Titel der letzten EP beeinhaltet das ja sogar im Namen. Ein Oneironaut ist jemand, der in seinen Träumen umherirrt und diese klar erleben und steuern kann/will. Am wichtigsten ist es mir tatsächlich, dass alles harmonisch verläuft. Ich will nicht dem nachtrauern, was ich nicht habe, sondern mit dem leben, was ich habe. Meistens kann man aus dem, was man schon hat, so vieles machen.

Was meinst du genau?

Ich konnte so viele andere Musiker kennenlernen (und bin sogar selber einer von ihnen), die nie wirklich Talent für das hatten, was sie machen, sondern einfach begeistert dafür waren. Vor ein paar Jahren hätte ich mich selbst ausgelacht, wenn mir jemand erzählt hätte, dass ich nun halbwegs erfolgreich Musik mache, da ich weder viele Instrumente spiele, noch viel mit Musik in meiner Kindheit zu tun hatte.

Halbwegs ist etwas untertrieben. Zurzeit läuft es doch ganz gut?

Ja klar, und so kann es auch bleiben. Aber die großen Bühnen waren und sind nie das Ziel gewesen. Ich will hauptsächlich das machen, was mir Spaß macht und mich begeistert. Man lernt auch unheimlich viele neue Dinge, vor allem im organisatorischen Bereich, und vor allem lernt man, selbst seinen Arsch zu bewegen und etwas zu machen, selbst die Initiative zu ergreifen und nicht nur am Sofa zu sitzen.

Hast du musikalisch schon weitere Projekte geplant?

Klar, die nächsten Wochen setze ich mich mit einem Kollegen (Kusa) zusammen und wir arbeiten an einem gemeinsamen Oldschool-Album. Derzeitiger Stand ist, dass das Ding „Jukebox“ heißen soll. Ich freue mich schon unglaublich darauf, auch wieder mehr in diese Richtung zu machen! Außerdem möchte ich noch mit einem Produzenten aus Regensburg, der selbst auch Musik macht, näher zusammenarbeiten. Auch eine Soloplatte soll es 2017 wieder geben, außerdem planen wir, spätestens 2018 eine kleine Deutschlandtour zu veranstalten, da gibt es sogar schon konkretere Pläne.

Gibt es schon Ideen, in welche Richtung dein drittes Soloalbum gehen soll, oder gibt es vielleicht schon einen Namen?

Nein, jetzt sammeln wir erst einmal ein paar Beats und dann warte ich ein bisschen auf Ideen.

Welche Personen oder Dinge motivieren dich, weiterzumachen?

Im Endeffekt mache ich das ganze nicht für die Personen, die an mich glauben, denn die würden das auch tun, ohne, dass ich Erfolg habe. Eigentlich mache ich das für die Personen, denen ich sehr gerne zeigen würde, dass ich auch auf eigenen Beinen stehen kann, da gibt es vor allem 2,3 Menschen, denen ich das richtig gerne zeigen will.

Gab es auch Motivationslücken, Schreibblockaden oder Zeiten, in denen du aufhören wolltest?

Ich denke, so etwas haben wir immer mal. Aber gerade da ist es wichtig und unbezahlbar, die richtigen Menschen um sich herum zu haben!

Wenn derzeit Musik bei dir läuft, was hörst du dann?

Generell sehr viel Gerard, Kaynbock, Montez, Nazar und den „alten“ Olson Rough. Aktuell höre ich auch sehr viel Sia und Son Lux.

Welchen Musiker würdest du gerne einmal persönlich kennenlernen?

Mit Raf Camora und Prinz Pi würde ich gerne mal auf ein Bierchen gehen 🙂

Danke für das Interview!

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